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Spielbetrieb
Während einer Platzgersaison, die bedingt durch das
Wetter von März bis in den Oktober dauert, werden diverse
Feste, Cup-, Freundschafts- und Wettspiele ausgetragen.
Die Kantonale Meisterschaft, mit ihrem ganz besonders
anforderungsvollen Programm von dreissig Würfen, besitzt
wohl bei jedem Aktiven den höchsten Stellenwert. Denn um
eine Meisterschaftsauszeichnung zu erlangen, gehören Können,
Ausdauer und eine gewisse Routine zu den Voraussetzungen.
Aber mit dem Kantonalen, dem Mittelländischen, dem Emmental-
Oberaargauischen und dem Oberländischen, finden weitere
Grossanlässe statt. An diesen Verbandsfesten gibt es jeweils
schöne Ehrengaben zu gewinnen. Velos, Glocken, Treicheln,
Haushaltgeräte und vieles mehr, stehen den besten Platzgern
als Naturalgabe zur Auswahl.
Vierplatz- Meisterschaft, Wettspielmeisterschaft, Kantonal-
und Einzelcup, sind weitere Anlässe, die von jedem
eingefleischten Platzger besucht werden.
Wertung
Um einen Wurf auszuwerten, braucht man einen Messstab und
ein Messer (Bajonett). Das Messer wird dort in den Lehm
gesteckt, wo die Platzge liegen bleibt, und zwar wird der
Punkt gemessen, der am nächsten beim Schwirren liegt. Um nun
die Punkte zu ermitteln, wird der Messstab an den Schwirren
gesetzt. Das Resultat jedes Wurfes wird auf einem Standblatt
aufgestempelt.
Die im Maximum zu erzielende Punktzahl pro Wurf, liegt
bei 100 Punkten. Mit einem Abstand von 2 cm zum Schwirren
werden dem Platzger demnach 98 Punkte gutgeschrieben. Mit 17
cm Abstand - 83 Punkte, 28 cm Abstand - 72 Punkte usw.
Die Wertung ist also zu vergleichen mit der 100er Scheibe
bei den Schützen.

Die Platzge
wird immer dort gemessen, wo sie ruhend liegen bleibt.
Die Sektions- und Wanderpreisresultate der Klubs werden
wie folgt ermittelt:
Sektionen bis 07 Mann - 05 Pflichtresultate
Sektionen bis 09 Mann - 06 Pflichtresultate
Sektionen bis 11 Mann - 07 Pflichtresultate
Sektionen bis 13 Mann - 08 Pflichtresultate usw.

Jedes Resultat
wird per Stempel im Schiessbüchlein notiert
Die Pflichtresultate werden zusammengezählt und durch
ihre Zahl dividiert. Das ergibt das Sektions- oder
Mannschaftsresultat. Folglich gilt: je mehr Mitglieder einem
Klub angehören, um so günstiger wirkt sich das auf den
Sektionsdurchschnitt aus.
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